Samstag, 29. August 2015

wahlloses Paaren führt zu weniger stabilen genetischen Mustern

In Bezug auf die zweite sexuelle Funktion bedeutet ein wahlloses Paaren auch die Zeugung einer unterschiedslosen Nachkommenschaft. Es ist eine seltsame Sache, die von vielen Leuten bemerkt wurde, daß wir modernen Leute beinahe wahllos zeugen, ohne genetische Erwägungen anzustellen. Über 100 Jahre sind wir jetzt im Besitz einer großen Menge Wissen über Genetik und wenden die Regel für erfolgreiches Züchten mit zunehmendem Erfolg bei beinahe jeder Tier- und Pflanzenart an, mit der wir uns beschäftigen, außer bei unserer eigenen Art. So sind wir fähig, wesentlich verbessertes Korn, Früchte, Blumen und Tiere nahezu jeder Art, die wir brauchen, herzustellen, doch tun wir bei der menschlichen Gattung meist das Gegenteil, und mit den wahllosen Beziehungen von Mann und Frau, die üblich sind, ermutigen wir das Auftreten eines weniger stabilen, genetischen Musters und vernachlässigen das mit höheren Qualitäten.

J.G. Bennett - Sex. Umwandlung des Menschen S.75

Montag, 22. Juni 2015

meine Arbeit ist künftigen Generationen gewidmet

Wir rauchten und scherzten. Ich fragte Gurdjieff bestimmte Fragen über mich selbst. Er sagte, ich verdiene es nicht, dies zu erfahren. Ich fragte: "Wenn ich es nicht verdiene, wer verdient es dann?" Seine Antwort war, dass es niemand verdiene. Ich fragte: "Für wen ist dann all die Arbeit, die Sie tun?" "Ich werde für künftige Generationen leben," antwortete er. "Es ist für sie."

Jean Toomer

Samstag, 20. Juni 2015

das Wesen verstehen lernen, das die Welt erschaffen hat

"Gott kann das Universum ohne Hilfe, durch Sich selbst, aufrechterhalten. Aber er ist gut. Er möchte, dass sich Wesen im Universum selbstvollenden, sodass sie sich an der Seeligkeit erfreuen können und zu Seinen Kinder werden können, die dazu fähig wären, das Wesen zu verstehen, welches die Welt erschaffen hat."

"Henriette Lannes - This Fundamental Quest” S. 115

Donnerstag, 19. März 2015

die Propheten Träume des Ubaidullah Ahrar

In einem Traum sah ich den Propheten Jesus. Damals war ich gerade 15 Jahre alt. Der heilige Herr stand aufrecht am Grabe Chodscha Abu Bakr Schaschi. Ich verneigte mich schnell und fiel nieder, um seine segensreichen Füße zu küssen. Er hob meinen Kopf vom Boden und sagte: "Oh mein Sohn, sei nicht besorgt. Ich übernehme die Verantwortung dich auszubilden."

In einem anderen Traum sah er den Propheten Mohammed, der ihm befahl, er solle ilm aufheben und auf den Schultern bis auf den Gipfel eines Berges tragen. Das tat er. Darauf sagte der heilige Herr: "Ich wusste, dass du die Kraft besitzt, das zu tun. Meine Absicht war deinen Glauben zu priifen."

ein Spieler lehrte mich die vollkommene Hingabe

Was mir jedoch auf meinem Weg am meisten half war Erniedrigung und Demütigung. Durch jenes Tor kam ich herein und was immer ich gefunden haben mag, das habe ich auf diese Weise gefunden.

Ich lernte von einem Spieler die vollkommene Hingabe an die Suche nach der Wahrheit. Ich beobachtete wie ein Speiler alles verlor, was er besaß, und als ihm ein Kamerad bat das Spiel aufzugeben, antwortete er: "Ach mein Freund, müsste ich meinen Kopf für dieses Spiel hingeben, ich könnte nicht ohne es auskommmen." Als ich dies hörte, wurde mein Herz von Erstaunen ausgefüllt, und seitdem habe ich die Wahrheit stets mit der gleichen Aufrichtigkeit verfolgt.

Bahauddin Naqshband Bukhari (1318–1389)

Dienstag, 24. Februar 2015

Gurdjieff behandelte 1923 Franklin D. Roosevelt

Franklin D. Roosevelt war im Jahre 1923 mehrere Tage (oder Wochen) Gast des Instituts für die Harmonische Entwicklung des Menschen in Fontainbleau d´Avon. Gurdjieff behandelte in dieser Zeit seine Lähmung und soll damals eine deutliche Linderung der Symptome erreicht haben.

Henry Wallace, der viele Jahre in der Roosevelt Regierung arbeitete, besuchte 1931 Vorlesungen von A.R.Orage und traf auch Gurdjieff persönlich.

Samstag, 21. Februar 2015

der Mann, der Gurdjieff 1904 in Tibet traf

(Empfang bei John O´Hara Cosgrave 1934, Freund von Abdullah und Schüler von A.R. Orage) Als Gurdjieff den Raum betrat, drehte sich Achmed Abdullah zu mir und flüsterte:

"Ich habe diesen Mann zuvor getroffen. Wissen Sie wer er wirklich ist? Vor dem Krieg war er als Agent des russischen Geheimdienstes in Lhasa. Ich war zur gleichen Zeit in Lhasa und auf eine Weise arbeiteten wir gegeneinander." 

So ist es tatsächlich wahr, dass Gurdjieff bei der direkten Quelle des esoterischen Wissens gewesen war. Einige Leute sagen, dass er als Geheimagent in Lhasa auftrat, um zu verbergen, dass die wirkliche Absicht seines Aufenthalts war, die übernaürlichen Methoden der Lamas zu erlernen.

Rom Landau - God Is My Adventure (1935)

Samstag, 14. Februar 2015

der aktive Mensch dient der Evolution

Der passive Mensch dient der Involution (dem Rücklauf), der aktive Mensch der Evolution (der Entwicklung). Es gilt zu wählen. Doch es gibt ein Prinzip: im Dienste des einen kann man sich Hoffnung machen auf eine Karriere, im Dienste des anderen empfängt man viel, aber ohne Aussicht auf eine Karriere.

Gurdjieff, 1.3.1924

Allegorie der schlafenden Menschheit

Aus dem alchemistischen Buch Mutus Liber - dem Stummen Buch.

Freitag, 13. Februar 2015

Bezeichnungen des Kesdjan Körpers im Taoismus

 Die taoistische Schule der Quanzhen lehrt genau wie Gurdjieff, dass der Mensch das Potential innehat, während des Lebens durch alchemistische Transformation einen feinstofflichen Körper zu bilden. Einige Bezeichungen dieses Körpers sind in der taoistischen Literatur:

yang-spirit (yangshen)

perfected form (zhenxing)

 unified numen (yiling)

body-beyond-the-body (shenwai shen)

Dharma Body (fashen)

Quelle: Louis Komjathy - Cultivating Perfection. Mysticism and Self-transformation in
Early Quanzhen Daoism

Dienstag, 10. Februar 2015

Gurdjieff Zitate zu Sex

Der sexuelle Akt ist eine Funktion. 

Sex ist die Haupttriebkraft aller Mechanisiertheit.

Das Geschlechtszentrum spielt in unserem Leben eine sehr große Rolle. 

Sex ist notwendig für die Gesundheit und das Equilibrium des Körpers. 

Sex ist grundsätzlich die Quelle aller Energie und kann deshalb die Antriebsfeder für z.B. Kunst sein. 

Man muss wissen, dass dieser heilige Samen, das Sperma, auch eine andere Funktion hat, die
der Konstruktion eines zweiten Körpers (Kesdjan) in uns.

Es ist nicht nötig Sexualität mit Gefühlen zu vermischen. Manchmal ist es abnormal, wenn beides zusammentrifft.

Die moderne Erziehung und das moderne Leben schaffen eine ungeheure Anzahl von sexuellen Psychopathen.

Der Ursprung aller Energie ist Sex, und wenn er nicht zur Fortpflanzung gebraucht werde, so kann er doch in einem ebenso schöpferischen Sinne genutzt werden, sofern er sublimiert und für andere Formen der Kreativität benutzt wird.

Sex ist auch die „höchste Ausdrucksform des physischen Körpers" und die einzige „heilige" Ausdrucksweise des Selbst, die uns noch geblieben ist.

Das Sex zur fast einzigen vitalen Form menschlicher Kommunikation geworden ist, ist eine durch unzulängliche Schulung, falsche Erziehung und schlechte Angewohnheiten entstandene Form von Missbrauch der sexuellen Energie.

Alles, was die Menschen tun, steht mit dem Geschlecht im Zusammenhang: Politik, Religion, Kunst, Theater, Musik, alles das ist "Geschlecht".

der Sohn eines armen Mannes

Als ich ein kleiner Junge war, erkannte ich, dass alle Leute um mich herum nur wie Tiere lebten. Ich sah und erkannte, dass es für mich nicht so sein müsste. Und ich war nur der Sohn eines armen Mannes. Nicht einmal Brot hatten wir zu essen.

Gurdjieff, 8.12.1936

Mittwoch, 4. Februar 2015

der Mensch ist wie die Laus

Das Schaf und das Kamel sind genaugenommen besser als der Mensch. Der Mensch, der Gott ähneln sollte, sollte von den Tieren lernen. Aber er glaubt dies nicht, weil er sich selbst für sehr groß hält. In Wirklichkeit ist der Mensch wie die Laus. Beide sind unwichtige Dinge, beide sind leicht zu zerstören.

Gurdjieff, 3. August 1949

Donnerstag, 29. Januar 2015

die Achaldan Gesellschaft begründete das alte Ägypten

Da die anormalen Verhältnisse der Seins-Existenz der meisten dreihirnigen Wesen auf dem besagten Teil der Oberfläche des Kontinents Grabonzi, der schon vor der Katastrophe gebildet worden war, dann schon wieder in vollem Schwünge waren, suchten die übriggebliebenen Mitglieder der Achaldan-Gesellschaft nach einem anderen Ort für ihre weitere Existenz auf demselben Kontinent, einem Platz, der mehr ihrer Arbeit entsprach, die vollkommene Isolierung erforderte.

Diesen passenden Platz fanden sie an einem großen Strom auf der Nordseite dieses Kontinents,
und dahin übersiedelten sie tatsächlich alle mit ihren Familien, um in der Einsamkeit dort weiter an der Erfüllung der ihnen von ihrer Gesellschaft gestellten Aufgaben zu arbeiten.

Diese ganze Gegend, durch die der erwähnte große Strom floß, nannten sie zuerst "Sakronakari". Dieser Name wurde später mehrmals geändert, und heute heißt diese Gegend Ägypten, und der erwähnte große Strom, der damals "Nipilhuatschi" hieß, wird jetzt, wie ich schon sagte, "Nil" genannt.

Beelzebubs Erzählungen für seinen Enkel Kapitel 13

Montag, 19. Januar 2015

Sex und Wesensberührung

Der Ursprung aller Energie sei Sex, und wenn er nicht zur Fortpflanzung gebraucht werde, so könne er doch in einem ebenso schöpferischen Sinne genutzt werden, sofern er sublimiert und für andere Formen der Kreativität benutzt würde. 

Dass der Sex fast zur einzig vitalen Form menschlicher Kommunikation geworden sei, sei eine durch unzulängliche Schulung, falsche Erziehung und schlechte Angewohnheiten entstandene Form von Missbrauch der sexuellen Energie. 

Es gebe Möglichkeiten, auf andere als körperliche Weise "aktiv zusammen zu sein", "sich in der Essenz zu berühren", wie er es nannte. Aber die Menschen hätten diese Fähigkeit vor vielen, vielen Jahren verloren - vor Tausenden von Jahren. Wenn man genau beobachte, werde man jedoch feststellen können, dass dieses "Berühren in der Essenz" immer noch gelegentlich zwischen zwei Menschen stattfinde, wenn auch eher zufällig...

Sex, so meinte er, sei auch die „höchste Ausdrucksform des physischen Körpers" und die einzige "heilige Ausdrucksweise des Selbst", die uns noch geblieben sei.

Eine Kindheit mit Gurdjieff