Dienstag, 20. August 2013

von Wassertropfen und Menschen

Er sprach lange über die mikroskopisch-kleinen Tierchen in einem Wassertropfen und verglich den Menschen auf Erden mit solchen kleinen Dingen. Normale Leute existieren nicht und könnten nicht für Gott oder auch nur die Engel existieren. Zu einer Person sagte er, "du bist so winzig, dass nicht mal der kleinste Teufel dich sehen kann."

Idiots in Paris 1949 S.

Montag, 19. August 2013

vom Schlaf in den Evangelien

In der Idee des Schlafes ist nichts Neues. Beinahe seit der Weltschöpfung wurde den Leuten gesagt, daß sie schlafen und aufwachen müßten. Wie oft geschieht dies zum Beispiel in den Evangelien! "Erwachet", "wachet", "schlafet nicht". Die Jünger Christi schliefen sogar, als er im Garten von Gethsemane zum letzten Male betete.
 
Ich sage Ihnen ernstlich, daß ich schon verschiedene Male gefragt wurde, warum in den Evangelien nichts über den Schlaf steht. Dabei wird auf fast jeder Seite davon gesprochen. Das heißt einfach, daß die Menschen die Evangelien im Schlaf lesen.

Und die Menschen haben nicht die geringste Ahnung, was sie infolge dieses Schlafes verlieren.

Auf der Suche nach dem Wunderbaren S.208

Freitag, 16. August 2013

geh direkt zur Sonne Absolut

Er sprach dann von dem Unterschied zwischen dem Paradies und der Sonne Absolut. "Du kannst mit dem Kesdjan Körper ins Paradies eintreten. Aber das Paradies ist nur 2 - 3 Tage interessant. Stell dir vor, wie es nächstes Jahr sein wird, oder in hundert Jahren. Stell dir vor, wie du dich über etwas Derartiges ärgern würdest. Man muss den Wunsch haben zur Sonne Absolut zu gehen!"

Idiots in Paris 1949 S. 62

Sokrates arbeitete nach dieser Methode

Der griechische Weise Sokrates war ein Anhänger dieser Methode (der Methode, die Gurdjieff lehrte). Um einen intensiven inneren Kampf in sich hervorzurufen, suchte er nach einer entsprechenden Frau, und nachdem er sie heiratete, zwang er sich das konstante Meckern und Zanken seiner Xanthippe geduldig für den Rest seines Lebens zu ertragen.
C.S. Nott - Teachings of Gurdjieff S.119

Donnerstag, 15. August 2013

die heilige Kunst ist verschwunden

Der Schlüssel zu allen alten Künsten ist abhanden gekommen, und schon seit vielen Jahrhunderten. Darum existiert keine heilige Kunst mehr, d.h. eine Kunst, welche die Gesetze des Grossen Wissens verkörpert und so Einfluss ausübt auf den Instinkt der Massen.

Heutzutage gibt es keine Schaffenden mehr. Die gegenwärtigen Priester der Kunst erschaffen nicht - sie ahmen nach. Sie jagen der Schönheit oder Ähnlichkeit nach, wenn nicht gar der sogenannten Originalität, ohne die unerlässlichen Kenntnisse zu besitzen.

Die heilige Kunst ist verschwunden, der Heiligenschein freilich, der ihre Diener umgab, besteht noch immer. All die banalen Worte vom göttlichen Funken, von Talent, Genie, Schöpfung, heiliger Kunst entbehren jeder Grundlage. Es sind Anachronismen.

Einblicke in die Wahrheit (1914)

Montag, 12. August 2013

mein größter Fehler - das viele Reden

Frage: Ich glaube, mein grösster Fehler ist mein vieles Reden. Wäre der Versuch, nicht soviel zu reden, eine gute Aufgabe?
 
Gurdjieff: Für Sie ist es ein sehr gutes Ziel. Sie verderben sich alles mit Ihrem Gerede. Es schadet sogar Ihren Geschäften. Wenn Sie zuviel reden, haben Ihre Worte kein Gewicht. Versuchen Sie, dies zu überwinden. Gelingt es Ihnen, so wird Ihnen grösser Segen zuteil. Es ist wirklich ein sehr gutes Ziel. Allerdings, es ist eine grosse Sache, nicht eine kleine.

New York, 9. Dezember 1930

Sonntag, 11. August 2013

Kamen die europäischen Völker aus Goblandia?

In Beelzebubs Erzählungen für seinen Enkel wird von dem nachatlantischen Kulturzentrum Goblandia mit der Hauptstadt Gob berichtet. Nach einer Umweltkatastrophe, die zu starken Sandstürmen führte, mussten die Einwohner Goblandia verlassen. Der grössere Teil zog westwärts und begründete Europa, ein kleinerer Teil wanderte ostwärts an die Küsten und begründete China.

Das Thema Gobi Wüste kommt in allen drei Gurdjieff Büchern vor. Gurdjieff nahm persönlich an archäologischen Ausgrabungen von versunkenen Städten in der Gobi Wüste teil und berichtete von einer Stadt, die auf noch älteren Städten gebaut war. Er verwies bei einer Einführung zu seinen Heiligen Tänzen, den Movements, auf die religiösen Zeremonien der Matchna Mönche am östlichen Rand der Wüste Gobi und auch auf die südlich gelegene Keriya Oase. Ein weiterer Ort, zu dem er sehr gute Kontakte unterhielt, war Yengisar (Yangi Hissar) am Westrand der Taklamakan Wüste.




Donnerstag, 8. August 2013

Informationen von ausserhalb der Erde

Ich habe wieder mit dem grössten Interesse dieses erstaunliche Buch von G.I. Gurdjieff gelesen. Ich glaube, dass objektiv betrachtet das Wichtigste hierbei ist, dass in diesem Buch eine ganze Reihe von Äusserungen zu finden sind, die auf eine außerirdische Quelle hindeuten.

die Sufi Meister der Antike

Der Sufi Meister Hakim Djami (Dschami) bestritt nachdrücklich den formal-islamischen Ursprung des Sufismus und erklärte, dass Plato, Hippokrates, Pythagoras und Hermes Trismegistos Mitglieder einer ungebrochenen (Überlieferungs-) Kette der Sufi Lehre seien.

Scott - die Geheimnisträger S.72

Diese Aussage veröffentlichte Dschami in seinem "Alexandrinischen Buch der Weisheit".

Dienstag, 6. August 2013

Gurdjieff Übungen und Techniken

G.I. Gurdjieff - Das Leben ist nur wirklich, wenn ICH bin

John G. Bennett - Wie wir Dinge tun
John G. Bennett - Transformation oder die Kunst sich zu wandeln

Bruno Martin - Gurdjieff Praxisbuch
Bruno Martin - Zen der plötzlichen Erleuchtung

Charles T. Tart - Mind Science. Meditation Training for Practical People

Nicolas Tereshchenko - Mister Gurdjieff and the Fourth Way

vom Übermenschen in den orientalischen Lehren

Unabhängig von der Eröffnung des Instituts wird Herr Gürdschijew in nächster Zeit in Berlin einen Zyklus von öffentlichen Vorlesungen und Diskussionen über die Fragen der Religion, Philosophie, Wissenschaft und Kunst vom Standpunkte des Esoterismus halten, wobei das Hauptgewicht auf die Systeme der Menschenkenntnis und die Ideen des Übermenschen in orientalischen Lehren gelegt wird. Auch wird eine Übersicht gegeben über die modernen exakten Wissenschaften (Medizin, Chemie, Psychologie usw.) nach Angaben der antiken Wissenschaft des Orients.

 Das Ziel der Vorlesungen ist, das Berliner Publikum bekannt zu machen mit den wissenschaftlich-philosophischen Materialen, den Ergebnissen der vieljährigen Forschungen in verschiedenen Ländern, hauptsächlich im Orient, und zwar handelt es sich um Materialien, die noch nirgends veröffentlicht sind.

Die Themata, die zur Behandlung kommen, sind folgende:
1. Auszüge aus den Reisen über Turkestan, Pamir, Tibet, Chitral, Kafaristan, Afganistan,
Beludjistan.
2. Ist Indien wirklich das Land der Wunder?
3. Der Aufenthalt bei den Ausgrabungen von Dehli, in den Tälern des Hindukusch,
Armenien, Babylon, Ägypten.
4. Ist die Seele unsterblich? Ist der Wille frei?
5. Das Oktavengesetz.
6. Wo liegt der Hauptdefekt der modernen Wissenschaft?
7. Schafft der Mensch sich selbst oder schafft es ihn?
8. Was ist Hypnose?
9. Magnetismus, „Emozismus“, „Mitkeismus“
10. Fakirismus, Monachismus, Derwischismus, Jogismus
11. Die Wissenschaft in Zahlen, Symbole und Schema
12. Die antike heilige Kunst
13. Die Lehre der Gifte
14. Die Magie
15. Beweise der Einheit der Stammwurzel aller Religionen.
16. Erklärungen verschiedener Kunststücke der Fakire, Spiriten, Wahrsager usw. mit
Demonstrationen.
17. Mathematische, chemische psysische und hypnotische Experimentalbeweise der auf
vorhergegangenen Vorlesungen erwähnten, scheinbaren Paradoxe usw.
18. „Das Institut zur harmonischen Entwicklung des Menschen“.

Die Vorlesungen und Unterhaltungen werden in russischer Sprache gehalten und sogleich ins
Deutsche übertragen.
Zeitweilige Adresse: Berlin-Wilmersdorf, Holsteinische Straße 33 bei Dresdner.

(Auszug aus Gurdjieffs deutscher Broschüre von 1921)

Montag, 5. August 2013

was die Seins-Existenzdauer bestimmt

1. Von der Erblichkeit im allgemeinen.

2. Von den Bedingungen und der Umgebung im Augenblick ihrer Empfängnis.

3. Von der Kombination der Ausstrahlungen aller Planeten ihres Sonnensystems während ihrer
Bildung im Schoß ihrer Erzeugerin.

4. Von der Art der Seins-Äußerungen ihrer Erzeuger in der Periode, ehe sie das Alter eines verantwortlichen Wesens erreichen.

5. Von der Qualität der Seins-Existenz der Wesen ihresgleichen in ihrer nahen Umgebung.

6. Von der Qualität der sogenannten ,Teleokrimalnischen' Gedankenwellen, die sich in der sie umgebenden Atmosphäre in der Periode, bis sie ihr mündiges Alter erreichen, bilden, das heißt, der aufrichtig geäußerten guten Wünsche und Handlungen seitens der sogenannten ,Wesen-gleichen-Blutes' und endlich

7. Von der Qualität der dem entsprechenden Wesen selbst eigenen sogenannten ,Seins-Egoplastikuren', das heißt seinen Seins-Anstrengungen, um sich alle Gegebenheiten zur Erwerbung objektiver Vernunft anzueignen.

Beelzebubs Erzählungen für seinen Enkel S.466

Freitag, 2. August 2013

der Teufel als kosmischer Erinnerungsfaktor

Alles, ohne Ausnahme: die gesunde Logik ebenso wie das historische Wissen, offenbaren und versichern, Gott bedeute die unbedingte Güte. Er sei die Liebe selber und das Erbarmen selber. Er sei der gerechte Friedensstifter für alles, was existiert.

Doch wenn das so ist, warum hat Er es für notwendig erachtet, einen Seiner Ihm nahestehenden geliebten Söhne, den Er selbst beseelte, von Sich fortzuschicken nur wegen der stolzen Art, die jedem jungen und noch nicht voll entwickelten Individuum eigen ist, und ihm eine Kraft zu gewähren, die der Seinen gleich, aber Ihr entgegengesetzt ist?... Ich spreche vom Teufel.

Dieser Gedanke erhellte gleich der Sonne den Zustand meiner inneren Welt und machte mir klar, daß auch die große Welt zu ihrem harmonischen Aufbau zwangsläufig eines immerwährenden Mahnfaktors bedurfte. Aus diesem Grund war unser Schöpfer Selber um alles dessen willen, was Er geschaffen hatte, gezwungen, einen Seiner geliebten Söhne in diese, objektiv betrachtet, gräßliche Lage zu versetzen.

Das Leben ist nur wirklich wenn "ICH bin" S.40

Donnerstag, 1. August 2013

Gurdjieff & die Perser

gehörnter Perserkönig
In Gurdjieffs Schriften ist sehr auffällig, dass er das persische Volk besonders positiv darstellt und immer wieder in Verbindung zu dem verborgenen Geheimwissen der Menschheit erwähnt.

Persische Einflüsse in Beelzebubs Erzählungen:
- Aschiata Schiemasch wird u.a. als der persische Prophet Zarathustra gedeutet

- Mulla Nasrudin wird als Perser vorgestellt und durchgehend als Weiser zitiert

- in Paris ist Beelzebub mit einem jungen Perser befreundet, der von persischen Sitten erzählt

- der Name Hassein ähnelt sehr dem schiitischen Märtyrer Hussein

- Alexander der Grosse wird im Buch abschätzig erwähnt, weil er gute alte persische Sitten und Gebräuche vernichtet habe

- die Perser haben das "Gesetz der Farbenkombinationen" überliefert

- ein persischer König versammelt die Gelehrten aller Länder in Babylon, was später sehr positive Impulse für die Menschheit bewirkt

- die persische Teppichkunst wird als objektive Kunstform erwähnt

- die Namen der Kerbalay-Asis-Nuaran, Adschi-Zephir-Bogga-Eddin und Adschi-Asvaz-Truv weisen alle auf Perser hin

- die Darstellung des Heropas entspricht dem altpersischen Zurvan

- der persische Derwisch Assadullah Ibrahim Ogly engagiert sich gegen Tieropfer


Persische Einflüsse in "Begegnungen mit bemerkenswerten Menschen":
- in der Einleitung zitiert Gurdjieff einen weisen Perser (22 Seiten lang!)

- einer der Gefährten Gurdjieffs ist ein Perser namens Dr. Sari-Ogle aus Ostpersien

- der Derwisch Boggaeddin ("der Gott dient") ist ein Perser (Bahauddin Naqshbandi)

- bei Täbris besuchen die Wahrheitssucher einen alten persischen Derwisch

 - die Reise von Mesched nach Isfahan in Begleitung zweier persischer Teppichhändler

- der Kontakt zu einer persischen Gesellschaft in Baku, die alte Magie studierte

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 In weiteren Büchern findet man Verbindungen zu zwei altpersischen Gesellschaften Ahl-i-Haqq(die Leute der Wahrheit) und den Yeziden. Dokumentiert sind Verbindungen nach Kermanshah und Nordwestpersien.Gurdjieff erwähnt die objektive Architektur der Perser und diverse Sufi Schulen in Persien. Er zitiert ausserdem oft persische Gedichte und Sprichwörter.

aus faulen Adligen fähige Geschäftsleute gemacht

Diese Erfahrungen brachten einige Geschäftskarrieren hervor, die sowohl rapide als auch spektakulär waren. Einige eröffneten ihre eigenen Läden, andere wurden exellente Händler. Ihr Kontakt zu Mr. Gurdjieff nahm mit der Zeit ab, da sie nun in ihre eigenen Geschäfte verwickelt waren, aber ich bin sicher, dass sie in ihren Herzen immer eine tiefe Dankbarkeit ihm gegenüber empfanden.

Nach diesen Ereignissen hatte ich den wachsenden Wunsch Gurdjieffs offenkundig rätselhaftes Verhalten zu verstehen.

Tchekhovitch - Gurdjieff a Master in Life S.18

Im gleichen Buch wird auch die Geschichte erzählt, wie Gurdjieff aus einem Alkoholiker, dem Sohn einer Nachbarsfamilie, einen fähigen Geschäftsmann und Familienvater machte.

MENSCH - ich hasse dich

Ich hasse dich, denn mein ganzes Leben - d.h. ein halbes Jahrhundert - habe ich Tag und Nacht für dich gearbeitet und gelitten, um herauszufinden, wieso du unglücklich bist und ob es möglich wäre einen Menschen zu schaffen, der glücklich wäre.

Ich habe so hart gearbeitet, das ich frei sagen kann, härter als jeder andere Mensch auf Erden. Das Ergebnis von Allem ist, dass alle die mich kannten mich entweder hassen oder mich einen Spekulanten nennen oder einen enthusiastischen psychopathischen Visionär oder was nicht alles.