Mittwoch, 31. Juli 2013

Was ist mit Leuten die Sie nie getroffen haben?

Nott: Was ist mit Leuten, die Sie niemals getroffen haben und nie treffen werden? Wie werden diese in der Lage sein Beelzebubs Erzählungen zu verstehen?

Gurdjieff: Vielleicht werden die es besser verstehen, als viele die ständig um mich herum sind. Du z.B. siehst sehr viel von mir und identifizierst dich mit mir. Ich möchte nicht, dass Leute sich mit mir identifizieren, ich wünsche mir, dass sie sich mit meinen Ideen identifizieren. Viele die mich niemals treffen werden, einfache Leute, werden mein Buch verstehen. Möglicherweise wird eine Zeit kommen, wenn man Beelzebubs Erzählungen in Kirchen lesen wird.
C.S. Nott - Further Teachings of Gurdjieff S.77

die blitzartige Geschwindigkeit innerer Vorgänge (Kaffee Alkohol Tabak)

...was mir in der Arbeit unseres Organismus immer am rätselhaftesten und unerklärlichsten erschienen war, nämlich die erstaunliche, geradezu blitzartige Geschwindigkeit vieler innerer Vorgänge. 

Ein Mensch, der nicht über die Fragen der Physiologie nachdenkt, mag über die Tatsache nicht erstaunt sein, daß das Trinken einer Tasse starken Kaffees oder eines Glases Cognacs oder das Einatmen des Rauchs einer Zigarette sofort vom ganzen Körper empfunden wird, alle inneren Kräfteverhältnisse und die Form und Art der Reaktionen verändert, aber es sollte einem Physiologen klar sein, daß sich in dieser ganz unmerklichen Zeitspanne, die ungefähr einem Atemzug gleicht, im Organismus eine ganze Reihe mannigfaltiger chemischer und anderer Vorgänge vollzieht.

Die Substanz, die in den Organismus eingeführt wurde, wird sorgfältig analysiert, die kleinste Abweichung vom Üblichen wird sofort bemerkt; im Prozeß der Analyse geht sie durch eine Reihe von Laboratorien; sie wird in ihre Bestandteile aufgelöst, mit anderen Substanzen vermischt und dann in Form dieser Mischung erst als Brennstoff, der die verschiedenen Nervenzentren ernährt, weiterverbraucht. All dies muß ziemlich viel Zeit beanspruchen. Daß sich dies in Sekunden unserer Zeit vollzieht, macht es vollständig phantastisch und wunderbar.

Ouspensky  - Auf der Suche nach dem Wunderbaren S.490

Montag, 29. Juli 2013

all das verdanke ich Gurdjieff

Ich werde niemals vergessen, was Gurdjieff für mich getan hat. Als ich zur Prieure gegangen bin, hatte ich kein Vertrauen in mich selbst. Mir fiel es schwer mit Menschen zu sprechen und ich konnte nie einen Job länger behalten. Er veränderte etwas in mir, ich weiss nicht was, aber ich war ein anderer, nachdem ich die Prieure verliess. Ich kam zurück nach London, lieh mir etwas Geld und eröffnete ein Geschäft, und nach sechs Monaten hatte ich meine Schulden abbezahlt. Ich heiratete und habe jetzt eine Familie, ein schönes Haus und zwei Geschäfte. All das verdanke ich Gurdjieff. Und doch habe ich ihn, seitdem ich das Institut verliess, nicht mehr gesehen oder etwas von ihm gehört, noch habe ich jemanden in der Arbeit getroffen, bis ich dich diesen Morgen traf. Ich habe oft daran gedacht, dass ich gerne etwas für ihn tun würde.

C.S. Nott - Journey through this World S.225

(der Erzähler ist Metz, der ca. 1923 kurze Zeit als Schüler in Gurdjieffs Institut war)

Sonntag, 28. Juli 2013

Sophia Ouspensky 1878–1961

Madame Ouspensky war mein wirklicher Lehrer. Alles was ich von praktischem Nutzen gelernt hatte, habe ich von ihr gelernt. Ouspensky war im Bereich des Wissens tätig. Madame arbeitete direkt an unserem Wesen. Sie tat das auf Weisen, die drastisch und oft sehr schmerzhaft, doch allemal effektiv waren.

Robert de Ropp - Warriors Way S.182


Unter den vielen bemerkenswerten Menschen, denen ich in meinem Leben begegnet bin, war Madame Ouspensky einzigartig in ihrer unerschütterlichen Zielstrebigkeit. Ihre Selbstdisziplin war für alle, die sie gekannt haben, inspirierend. Sie unternahm nie etwas, das über ihren Verstand oder über ihre Kräfte ging. Von sich selbst sagte sie: „Madame ist keine Lehrerin. Sie betrachtet sich immer als eine Kindergartenschwester, die Kinder auf die Schule vorbereitet."

J.G. Bennett - Das Durchqueren des grossen Wassers S.335

Links zu Madame Ouspensky:
 http://www.gurdjieff.org/howarth2.htm#madame
http://www.gurdjieff-legacy.org/archives/mmeouspensky.htm

Samstag, 27. Juli 2013

Gurdjieff in Lascaux 1949

Er sagte das Geweih des Rentiers würde wie bei Beelzebub den Grad der Verwirklichung repräsentieren.

Das zusammengesetzte Tier am Eingang wäre ein Emblem, so wie die Sphinx.

Er beharrte darauf, dass die Zeichnungen nur 8000 Jahre alt seien und dass diese nach dem Verlust von Atlantis gezeichnet worden seien. 

Die Zeichen hielt er für ein Alphabet, ähnlich den chinesischen Buchstaben, wovon jedes eine spezielle Bedeutung innehätte. Er sagte es gäbe 45 dieser Zeichen.

Er meinte, es müssten ohne Zweifel innerhalb von 5 km zu den Höhlen exakt 7 Dolmen zu finden sein.

Idiots in Paris 1949 S.64

Freitag, 26. Juli 2013

Gurdjieff der Hypnotiseur

Das älteste im Netz kursierende Foto von G.I. Gurdjieff.

Es soll zwischen 1908-1912 in Taschkent aufgenommen worden sein. Zu dieser Zeit war Gurdjieff dort als Hypnotiseur und Heiler tätig.

Gurdjieff und der Tantrismus

Der vielleicht bekannteste Vertreter dieses Zweiges war der russisch-buriatische Mystiker Georg Gurdjieff, der ausgedehnte Reisen durch die Mongolei und Tibet unternahm und dort in verschiedenen Klöstern studierte. In einem dieser Zentren beschäftigte er sich mit den Lehren Mehmet Karagöz, einer legendären Gestalt und wahrscheinlich einer der letzten großen Magier der Tartarei. Daneben ließ Gurdjieff sich von den Ideen Shamzaran Badmaev´s begeistern, einem buriat-mongolischen Arzt, der die chinesische, mongolische 
und tibetische Medizin beherrschte, sich auf physische und geistige Frauenleiden spezialisiert hatte und als ärztlicher Berater am Hof des Zaren diente, ehe Rasputin an die Macht kam
 
Sein eigenes Sexualleben, so heißt es, war wild und ungezügelt. Mehrere seiner Schülerinnen brachten Kinder von ihm zur Welt. Immer wieder finden sich Hinweise darauf, daß seine erotischen Aktivitäten auf die geheimen sexuellen Techniken zurückgingen, möglicherweise eine Form von Tantrismus, die er im Osten gelernt hatte.
 
Tantrismus. Die geheimen Lehren und Praktiken des linkshändigen Pfades

das ganze Weltall ist lebendig

Was bedeutete jene Aussage in einem früheren Vortrag, dass die Erde lebendig sei?

Gurdjieff: Nicht nur wir sind lebendig. Ist ein Teil lebendig, dann ist auch das Ganze lebendig. Das gesamte Weltall ist gleichsam eine Kette, und die Erde ist ein Glied in dieser Kette. Wo es Bewegung gibt, dort gibt es Leben.

ein Treffen am 13. Februar 1924 in New York

belebte Automaten

Jeder von Ihnen ist nur ein banales Beispiel für einen belebten Automaten. Sie glauben, eine «Seele» und sogar ein «Geist» seien nötig, um das zu tun, was Sie tun, oder so zu leben, wie Sie leben. Vielleicht genügt jedoch ein Schlüssel, um die Triebfeder Ihres Mechanismus aufzuziehen.

Wir heissen uns bewusste und vernunftbegabte Wesen und reden von Gott, dem ewigen Leben und ändern erhabenen Themen; wir sprechen von allem, was man sich vorstellen kann, wir urteilen und erörtern, bestimmen und bewerten, aber wir unterlassen es, von uns selbst zu sprechen und von unserem wirklichen objektiven Wert. Denn wir sind alle überzeugt, dass wir, sollte uns etwas fehlen, es sicherlich erwerben können.

aus einem Vortrag Gurdjieffs in Essentuki 1918

die Praktik des Einmauerns in Tibet

In Tibet, wo die Mönche beispielsweise zur Kargyud Sekte gehören und die Bön-Praktik des Einmauerns übernommen haben, ziehen sie sich, manchmal für mehrere Monate, hinter sogenannten tsams, «Barrieren», in Berghöhlen zurück. Die Höhle, die ein Mönch zu seiner Zelle erklärt, wird hinter ihm zugemauert und solange er sich in ihrem kalten und dunklen Innern aufhält, wird ihm jeder Kontakt zu anderen menschlichen Wesen verwehrt. Nur seine Nahrung darf ihm regelmäßig durch eine kleine Öffnung in der Mauer hindurchgeschoben werden.

Benjamin Walker - Tantrismus S.61

Donnerstag, 25. Juli 2013

Paul E. Anderson 1897-1983

Bei Gurdjieffs letzter Amerika Reise 1948-49 fungierte Paul Anderson als sein Sekretär. Gurdjieff sagte über ihn: "Er hat nicht nur einen Hund gegessen, sondern ganze Rudel von Hunden hinuntergeschlungen." Und auch: "Ich kann in Frieden ruhen, wenn ich weggehe, weil Sie mein besonderer amerikanischer Sekretär sind."

Paul und seine Frau Naomi waren schon in den 20ger Jahren Mitglieder der New York Gruppe um A.R.Orage. Beide waren hauptverantwortlich für das erste Erscheinen von Beelezebubs Erzählungen 1930-31 in einer Auflage von 102 Exemplaren.

Nach Gurdjieffs Tod waren die Andersons Mitbegründer der Gurdjieff Foundation in New York. Anderson leitete schon zuvor, auf direkte Weisung von Gurdjieff, seine eigenen Gruppen und ging mit der Zeit seinen eigenen Weg. Paul Anderson gründete später das American Institute For Continuing Education AICE in Berkshires.

J.G. Bennett hielt persönlich sehr viel von Anderson und bezeichnete ihn als "einen der wenigen, die das Level eines echten Lehrers erreicht haben". Paul Anderson unterstützte 1970-71 den Aufbau von Bennetts Sherborne Akademie.

In seinen letzen Jahren knüpfte Anderson sehr enge Kontakte zu tibetischen Lamas. Er pflegte enge Beziehungen zum Maha Siddha Nyingmapa Zentrum in Hawley. Dodrupchen Rinpoche und Namkhai Norbu haben Paul Anderson jeweils eines ihrer Bücher gewidmet.

Paul Anderson starb am 24. Februar 1983. Naomi Anderson verstarb am 13. August 1984.

Dienstag, 23. Juli 2013

A.R. Orage Literatur

Wir können niemals das Sein eines Menschen verstehen, der auf einer höheren Stufe steht als wir selbst. Gurdjieff ist eine Art wandelnder Gott - ein Planetengott oder gar ein Sonnengott.
A.R. Orage

relevante Orage Literatur:  
Essays and Aphorisms (1954)
 On Love & Psychological Exercises (1957)
The Active Mind - Adventures in Awareness (1954)
Consciousness: Animal, Human & Superman (1907)
A.R. Orage's Commentaries on Gurdjieff's All and Everything (1985)
Orage's Commentary on Gurdjieff's Beelzebub's Tales: New York Talks 1926-1930 (2013)

über Orage:
C.S. Nott - Teachings of Gurdjieff (1961)
Charles Daly King - Oragean Version (1951)
Philip Mairet - A.R. Orage. A Memoir (1936)
C.S. Nott - Journey through this World (1969)
Gary Taylor - Orage and the New Age (2004)
Paul Selver - Orage and the New Age Circle (1959)
Louise Welch - Orage with Gurdjieff in America (1982)
William Patrick Patterson - Struggle of the Magicians (1996)
A.R. Orage: GIR Vol I, #3, Spring 98. Gurdjieff International Review
Paul Beekman Taylor - Gurdjieff and Orage. Brothers in Elysium (2001)
Jon Woodson - Oragean Modernism:a lost literary movement, 1924-1953 (2013)

Montag, 22. Juli 2013

P.D. Ouspensky Literatur

Der Symbolismus des Tarot. (1985)
Gespräche mit einem Teufel. (1976)
Ein neues Modell des Universums. (1970)
Das seltsame Leben des Iwan Osokin. (1980)
Tertium Organum. Der Dritte Kanon des Denkens. (1974)
Bewusstsein und Gewissen. Die Suche nach Wahrheit. (1982)
Die Psychologie der möglichen Evolution des Menschen. (1965)
Auf der Suche nach dem Wunderbaren. Fragmente einer unbekannten Lehre. (1950)
Der Vierte Weg. Gespräche Ouspenskys bei Treffen in London und New York 1921–1946. (1983)

weitere Ouspensky Bücher:
Poems of Sacrifice (1997)
Letters from Russia (1978)
The Fourth Dimension (1910)
Notes on the Gospel of St. John (1979)
A Further Record. Extracts from Meetings 1928-1945 (1986)
A Record of Meetings: held by P.D. Ouspensky between 1930 and 1947 (1993)

Bücher über P.D.Ouspensky:
J.H. Reyner - Ouspensky. The Unsung Genius. (1981)
Robert de Ropp - Talks by Madame Ouspensky. (1984)
Colin Wilson - The Strange Life of P.D. Ouspensky. (1993)
William Patrick Patterson - Struggle of the Magicians. (1996)
The Brigde No.12 - Ouspensky - Commemorative Issue. (1997)
Bob Hunter - P.D. Ouspensky: Pioneer of the Fourth Way (2000)
 Merrily E. Taylor - Remembering Pyotr Demianovich Ouspensky. (1978)
P.D. Ouspensky - Gurdjieff International Review VOL II, #2 Winter 98-99
 Bob Hunter - Don't Forget: P.D. Ouspensky's Life of Self-remembering. (2006)
Robert de Ropp - Conversations with Madame Ouspensky, 1939-40 at Lyne (1974)
Gary Lachman - In Search of P.D. Ouspensky. The Genius in the Shadow of Gurdjieff. (2004)

Samstag, 20. Juli 2013

Aufzeichnungen von Gesprächen mit G.I.Gurdjieff

Transcripts of Gurdjieff's Meetings 1941-1946 (2008)

P.D. Ouspensky - Auf der Suche nach dem Wunderbaren (1950)

 Aus der wirklichen Welt. Gurdjieffs Gespräche mit seinen Schülern (1982)

Rina Hands  - Diary of Madam Egout Pour Sweet. Gurdjieff in Paris 1948-49

Elizabeth & J.G.Bennett - Idiots in Paris 1949. Diaries of Elizabeth and JG Bennett (1980)

Solita Solano & Kathryn Hulme - Gurdjieff and the Women of the Rope: Notes of Meetings in Paris and New York (2012)

Sir Paul Dukes - On A Single Breath (1996)

Gurdjieffs Early Talks

Gurdjieff - a Lecture on the Enneagram

G.I.Gurdjieffs "Answer to a question about the difference between animate and inanimate"

Donnerstag, 18. Juli 2013

Gurdjieff über Hormone und Narkotika



das Ziel der menschlichen Evolution

Der Mensch ist eine evolvierende Gattung. Es ist nicht seine Art, still zu stehen. Als ein Individuum kann er den Strom der Vergeistigung und Verwirklichung betreten, und umgewandelt werden.

Die Transformation des Menschen ist keine private Angelegenheit, noch ist die Transformation der Rasse das Produkt einer Anzahl heimlich vervollkommneter Individuen, die voneinander getrennt sind. Die Menschheit als Ganzes bewegt sich auf eine Einheit zu. So weit wir sagen können, dass es ein Ziel der menschlichen Evolution gibt, ist es das, dass die menschliche Gattung ein organisiertes Individuum mit einer totalen Erfahrung werden soll. Wie viele Millionen Jahre das benötigen wird, weiss keiner.

Gurdjieff über die Rolle des Judas

In Wirklichkeit aber war dieser Judas nicht nur der treueste und ergebenste aller nahen Anhänger Jesu Christi, sondern auch nur dank seiner Verständigkeit und Findigkeit konnten alle Taten dieses heiligen Individuums jenes Ergebnis erzielen, das, ... wenigstens während zwanzig Jahrhunderten als Quelle der Labung und Begeisterung für die meisten von ihnen in ihrer freudlosen Existenz diente, und diese wenigstens ein wenig erträglicher machte.

Ich persönlich glaube sogar, daß, wenn dieser Judas in ihrer Heiligen Schrift als ein derartiger Typ dargestellt wurde, es sogar dazu geschah, daß irgend jemand, ... es aus irgendeinem Grund nötig fand, die Bedeutung Jesu Christi selbst herabzusetzen.

Er war ein grosser Eingeweihter. Er war der zweite Schüler nach Johannes dem Täufer. Alles was über ihn verbreitet wird ist falsch. Wenn Sie es wissen wollen, er war sogar der Meister von Christus.

Montag, 15. Juli 2013

Dr. Maurice Nicoll 1884-1953

Nicoll 1923 in Paris
"Die Menschheit wird als unfertig, unvollendet, unvollkommen angesehen. Wir haben die Möglichkeit uns zu vollenden, uns zu vervollkommnen, und dies ist alles unumgänglich, denn es liegt in uns verborgen."

"Die Arbeit ist kein Gebäude, Ort, Buch, System oder Tradition. Es ist etwas, dass in unserem Herzen und Geist lebendig ist."
Maurice Nicoll

Deutsche Übersetzungen von Maurice Nicoll:
Ich bin der Weg. Die Deutung einiger Gleichnisse und Wunder Christi (1950)
Vom Neuen Menschen. Die Deutung einiger Gleichnisse und Wunder Christi (1994)
Der neue Mensch: Die Deutung einiger Gleichnisse und Wunder Christi (2014)
Die Zeit und das Leben (2014)

Vierte Weg Literatur von Maurice Nicoll:
The Mark (1954)
Notes taken at Meetings 1934 (1995)
Selections from Meetings 1953 (1997)
Simple Explanation of Work Ideas (1998)
Informal Work Talks and Teachings (1995)
Living Time and the Integration of the Life (1953)
The New Man : An Interpretation of Some Parables and Miracles of Christ (1951)
Psychological Commentaries on the Teaching of Gurdjieff and Ouspensky 1-6 (1952)
An Index to Psychological Commentaries on the Teaching of Gurdjieff and Ouspensky (2008)

Bücher über Maurice Nicoll:
Beryl Pogson - The Work Life (1994)
Beryl Pogson - Maurice Nicoll, a Portrait (1961)
Bob Hunter - Catherine Nicoll: A Wakeful Wife (1999)
Diana Pettavel - A Few Recollections of Dr. Nicoll 1949-1953 (1999)
Samuel Copley - Portrait of a Vertical Man: An Appreciation of Doctor Maurice Nicoll (1989)
A Point in the Work: A Continuation of the Teaching of the Work of Gurdjieff, Ouspensky and Maurice Nicoll (1986)

Sonntag, 14. Juli 2013

ein Foto von 1934

Ein Bild mit Gurdjieff aus dem Jahre 1934 auf der Hochzeit seiner Schüler Martin Benson und Rita Romilly in Stamford,USA.

Freitag, 12. Juli 2013

Gesichtsmuskeln und die Empfindung des Selbst

Die Empfindungen vom »Selbst«, wie William James es ausdrückte, bestehen weitgehend aus Muskel-Empfindungen, die in der Gesichtsregion konzentriert sind, besonders im Bereich der Lippen. 

Robert de Ropp - Das Meisterspiel S.184


Der Gedanke der Notwendigkeit, die Muskeln zu entspannen, war nicht wirklich neu, aber G.'s Erklärung, daß die Entspannung der Körpermuskeln mit den Gesichtsmuskeln beginnen müsse, war mir ganz neu. Ich bin in Büchern über „Yoga" oder in der Literatur über Physiologie nie darauf gestoßen.

Auf der Suche nach dem Wunderbaren S.514

Donnerstag, 11. Juli 2013

Katherine Mansfield in Fontainebleau 1922


Katherine Mansfield besuchte das Institut für die Harmonische Entwicklung des Menschen in Fontainebleau d´Avon am 16. Oktober 1922 und verblieb dort bis zu ihrem Tod am 9. Januar 1923. Ihr Grab befindet sich unweit von dem G.I. Gurdjieffs auf dem Friedhof von Avon.

Mittwoch, 10. Juli 2013

die Gurdjieff-Nyland Linie

Willem A. Nyland 1890-1975
Der Niederländer Willem "Wim" Nyland traf G.I.Gurdjieff zum ersten Mal 1924 in New York. Nyland war beruflich Chemiker mit einem Doktorat an der Columbia University. Wim und seine Ehefrau, die ungarische Künstlerin Ilonka Karasz, besuchten nach dem ersten Treffen mit Gurdjieff mehrfach das Institut in Paris. In New York gehörten sie zu den Mitgliedern der legendären Arbeitsgruppe um A.R. Orage.

1949 gab Gurdjieff Nyland konkrete Instruktionen, eine eigene Arbeitsgruppe zu organisieren. Nach Gurdjieffs Tod war Nyland einer der Mitbegründer der Gurdjieff Foundation in New York. In den 1960ger Jahren emanzipierte sich Nyland von der Foundation und begründete zwei Gurdjieff Zentren in Warwick(NY) und San Francisco. Im Laufe der Jahre enstanden in den USA viele weitere Zentren und Ableger sind heute auch in Australien und Israel zu finden.

In seiner Herangehensweise beharrte Nyland darauf, die Ideen Gurdjieff praktisch im Alltagsleben anzuwenden, anstatt nur theoretisch darüber zu diskutieren. Für Nyland war Beelzebubs Erzählungen das zentrale Buch der Arbeit.

Offiziell wirken die Nyland Gruppen unter dem Namen "Institute for Religious Development".

die Lehre der Sufis und das Paradies

Es gibt höhere Bereiche, in denen das Bewusstsein von Gottes Nähe herrscht: dort, wo die zweite Welt in das alam-i-imkan übergeht. Wir können es uns als Paradies vorstellen. Einer der wichtigsten Punkte innerhalb der Lehre der Sufis ist, dass das Paradies nicht als ein Letztes und Endgültiges angesehen wird, sondern dass es um den schweren Schritt geht, darüber hinauszugehen in das alam-i-imkan und selbst noch jenseits davon.

Die Inneren Welten des Menschen S.294

Montag, 8. Juli 2013

Blake´s Gymnasium

In seinem Buch von 2010 enthüllte Anthony Blake einige sehr bemerkenswerte Aussagen seines langjährigen Lehrers J.G. Bennett:

- so behauptete Bennett, dass Jesus Christus in einer rotierenden Bewegung in die höheren Sphären aufstieg; Rumi sah dies später in einer Vision und dies war die Grundlage des Sema Tanzes der Mevlevi Derwische.

- Bennett war überzeugt davon, dass der Sufismus das wahre Christentum repräsentierte, wie es Jesus Christus und die Apostel gelebt hatten.

- Bennett behauptete, dass ein Atomkrieg (Kubakrise) 1961 durch die Intervention eines spirituellen Lehrers aus der Ukraine verhindert wurde.

- Bennett bezeichnete Sheikh Ahrar(1404-1490) als seinen geistigen Lehrer!

durch Hypnose lässt sich die Persönlichkeit verändern

Unsere Persönlichkeit bleibt ein Sklave; sie lässt sich sehr schnell verändern, sogar in einer halben Stunde. Durch Hypnose etwa kann man unsere Überzeugungen umgestalten, und zwar deshalb, weil sie uns fremd und nicht unser eigen sind. Was hingegen unser Wesen ausmacht, das gehört uns.

Aus der wirklichen Welt S.167

der Mensch glaubt alles, wenn man es oft genug wiederholt

Unsere Denkmaschine hat die Eigenheit, von allem, was man will, überzeugt zu sein, wenn sie nur wiederholt und beharrlich in der entsprechenden Richtung beeinflusst wird.

Eine Sache, die anfangs unsinnig erscheinen mag, ist am Ende scheinbar vernünftig, vorausgesetzt, dass man sie mit genügender Eindringlichkeit und Überzeugung wiederholt.

Der eine Mensch wird stereotype Redewendungen, die ihm im Gedächtnis geblieben sind, nachsprechen, der andere zur Rechtfertigung seiner Behauptungen nach spitzfindigen Beweisen und Paradoxa suchen. Alle beide sind gleichermassen zu bedauern.

G.I. Gurdjieff - Aus der wirklichen Welt S.65

Dienstag, 2. Juli 2013

James Webb´s Gurdjieff Biographie

Während seiner Arbeit an Gurdjieffs Biographie stellten sich bei dem Skeptiker James Webb plötzlich Visionen und andere übersinnliche Fähigkeiten ein. Webb war psychisch sehr erschüttert von diesen Erlebnissen, was zu seinem Suizid 1980 führte. Berichte über seine Visionen findet man hier:
James Webb Wikipedia Eintrag

Literatur von James Webb:
Die Flucht vor der Vernunft. 1971
Das Zeitalter des Irrationalen. 1976
The Harmonious Circle. 1980

Objektive Architektur in Persien

Unter den Bauwerken, die ich in Persien und der Türkei sah, erinnere ich mich an ein Gebäude mit zwei Zimmern. Wer immer diese Zimmer betrat, ob jung oder alt, ob Engländer oder Perser, dem kamen die Tränen. Gleichviel welches seine Umwelt oder seine Erziehung war. Wir setzten dieses Experiment zwei oder drei Wochen lang fort und beobachteten die Reaktionen eines jeden. Wir wählten vor allem fröhliche Menschen. Das Ergebnis war allemal das gleiche. Aufgrund der architektonischen Zusammenstellungen konnten die mathematisch berechneten Schwingungen in diesem Gebäude keine andere Wirkung hervorrufen. In uns walten bestimmte Gesetze, und daher können wir äusseren Einflüssen nicht widerstehen. Weil der Architekt des Gebäudes echtes Wissen besass und demgemäss mathematisch baute, deshalb war
das Ergebnis immer das gleiche.

Aus der wirklichen Welt S.209

Gleichheit existiert nicht

Diese Tatsache, daß manche Menschen große Möglichkeiten haben und andere nur ganz beschränkte, stößt auf einen gewissen Widerwillen. Man hat uns eine lange Zeit gelehrt, daß alle Menschen gleich geboren seien und jeder dieselben Rechte habe und alle dieselben Möglichkeiten haben sollten: Und dies, obwohl diese Lehre von der Gleichheit allem, was wir täglich beobachten können, zuwiderläuft, auf jeder Ebene, in jeder Form, die wir kennen.

Außerdem können wir sogar sehen, daß jeder Versuch Gleichheit zu schaffen das allgemeine Los nur verschlechtert, und das gilt sogar für jene, für deren scheinbares Wohlergehen alle derartige Anstrengungen gemacht werden.

J.G. Bennett - Gurdjieff entschlüsselt S.185

Montag, 1. Juli 2013

sichtbare und unsichtbare Welten

Die Menschen halten diese materielle Welt für die ganze Wirklichkeit und glauben kaum mehr an die geistige Welt. Was das zu bedeuten hat, können wir kaum einmal ahnen. Es führt dazu, daß die Menschen das für wirklich halten, was sie sehen und anfassen können. Was sie nicht sehen können, halten sie für unwirklich. Kindern wird beigebracht, daß es wichtig ist, wie sie anderen erscheinen, und nicht, wie sie wirklich sind. Und so verlassen sich die Menschen auf die sichtbare Welt, die doch vergänglich ist, und nicht auf die unsichtbare Welt, die unvergänglich ist.

J.G. Bennett - Gurdjieff entschlüsselt S.167

wer sein Wesen nicht entwickelt geht nirgendwohin

Wir müssen uns jedoch klarmachen, daß in dieser Kultur die Vorstellung der Wiedergeburt stark eingeprägt ist. Das Erwachsenenleben kann mit relativer Leichtigkeit hinter sich gelassen werden, weil die Überzeugung vorherrscht, daß alle wieder zurückkommen werden. Eine solche Sicht wurde nie von Gurdjieff vertreten. Er widerlegte sie sogar bei vielen Gelegenheiten. Entweder, sagte er, entwickelt ein Mensch ein eigenes Sein, das stark genug ist, um den Tod zu überleben, in diesem Fall geht er "woandershin"; wenn er sein Wesen nicht entwickelt, geht er "nirgendwohin". Er war sich der Schädlichkeit des asiatischen Fatalismus und Optimismus wohl bewußt.

Das Intelligente Enneagramm S.250